News, Aktuelles

 

Wir möchten, dass auch Sie steuerlich stets auf dem aktuellen Stand sind.

Deshalb erscheint jeden Monat unser aktueller Newsletter „Das Wichtigste aus dem Steuerrecht“ mit Neuerungen und Tendenzen aus dem Steuerrecht und angrenzenden Gebieten. 
 
Des Weiteren veröffentlichen wir je nach Wichtigkeit weitere „aktuelle Informationen“, die nicht nur das Steuerrecht betreffen.

 

 

Kinderbetreuungskosten bei der Kindergeld-Einkommengrenze

Kinderbetreuungskosten, die ein Kind bezahlt, mindern nicht die Einkünfte des Kindes bei der Kindergeld-Einkommensgrenze, solange sie keine Werbungskosten sind.

Weil eine Tochter während ihrer Ausbildung selbst bereits Mutter geworden war, ließ sie das Kind tagsüber betreuen, um ihre Ausbildung abzuschließen. Ihre Mutter musste am Ende des Jahres jedoch das Kindergeld zurückzahlen, weil das Einkommen der Tochter über der kindergeldschädlichen Einkommensgrenze lag. Mutter und Tochter wollten daher, dass die gezahlten Kinderbetreuungskosten als zwangsläufiger Aufwand vom kindergeldschädlichen Einkommen abgezogen werden. Doch das hat ihnen der Bundesfinanzhof jetzt verweigert, weil Kinderbetreuungskosten zum damaligen Zeitpunkt noch nicht als Werbungskosten abziehbar waren, und außergewöhnliche Belastungen, in deren Rahmen die Kosten abgezogen wurden, nicht das kindergeldschädliche Einkommen mindern.

Familien in einer vergleichbaren Lage müssen also damit leben, dass die Kinderbetreuungskosten nur in den Jahren (2006 - 2011) berücksichtigt werden, in denen sie wie Werbungskosten abziehbar waren. Seit dem 1. Januar 2012 sind Kosten für die Kinderbetreuung zwar ausnahmslos Sonderausgaben, allerdings ist gleichzeitig auch die Einkommensprüfung beim Kindergeld weggefallen, sodass sich das Problem jetzt nicht mehr stellt.